Besuch des Geldmuseums und der DZ Bank

Ein Bericht von Lucas Becker, Chantal Müller und Claus Zumdick

Der Besuch des Geldmuseums und der DZ Bank am 04. Februar 2020 wurde durch die Ausbildungsgemeinschaft Frankfurter Volksbanken organisiert. Mit insgesamt 14 Auszubildenden und dem Seminarleiter Jörg Saalfeld trafen wir uns an diesem Morgen im Foyer des Geldmuseums.

Wir sind die Auszubildenden der vr bank Untertaunus, Lucas Becker, Chantal Müller und Claus Zumdick und möchten nun einen Einblick geben:

Im Geldmuseum wurden an diesem Tag keine Führungen angeboten, woraufhin wir uns mit Hilfe einer Rallye die Themenmodule selbstständig angesehen haben. Die Dauerausstellung des Geldmuseums gliedert sich in verschiedene Themenfelder. Die erste Ausstellung dreht sich rund um das Thema Bargeld, also wie es hergestellt wird, wie es gesichert ist, aber auch wie Fälscher versuchen, dieses Geld selbst zu drucken. Auch dem digitalen Pedant Buchgeld wird eine Ausstellung gewidmet. Mithilfe von Texttafeln und digitalen Bildschirmen konnte man verschiedene Zahlungsverkehrsvorgänge, die milliardenfach jeden Tag geschehen, besser verstehen.

Wie wichtig Geldpolitik ist und welche fatalen Folgen eine fahrlässige und unkontrollierte Geldpolitik haben kann, zeigte die Inflation 1923. In einem altmodisch eingerichteten Raum konnte man Berichte aus damaliger Zeit lesen und anhören. Eine essenzielle Aufgabe der Zentralbanken, die Sicherung der Währungsstabilität, wurde so dargestellt.

Besonders eindrucksvoll war für uns das 360 Grad-Kino, in dem unter anderem Videos gezeigt wurden, die die verschiedensten Arten von Handel auf der ganzen Welt zeigen, aber auch Interviews mit Geschäftsführern großer Unternehmen, Umweltaktivisten oder auch Mönchen zum Thema Geld. So wurden verschiedene Sichtweisen unterschiedlicher Personen zu der Frage: „Worin liegt der Wert von Geld für den Menschen?“ dargestellt. Eine gelungene Abwechslung zu den Zahlen und Statistiken, die es in dem Museum häufig zu sehen gibt.

Nach diesem spannenden Besuch fuhren wir zur DZ Bank, wo uns ein sehr interessanter Vortrag erwartete. Dieser fand im 50. Stock des Westend Towers statt. Inhalt des Vortrages war zum einen die Entstehung der Volks- und Raiffeisenbanken. Sie hatten ihren Ursprung in der Zeit der Industrialisierung. Zu dieser Zeit konnten viele Betriebe nicht in neue Maschinen investieren, da sie nicht genügend Geld hatten. Im Jahre 1850 hatte Hermann Schulze-Delitzsch die erste Idee, um diesen Leuten zu helfen. Dies war der Beginn der Volksbanken. Einige Jahre später, um 1862 bis 1864, hatte Friedrich Wilhelm Raiffeisen eine ähnliche Idee, um Leuten in den ländlicheren Regionen zu helfen, einen Kredit zu bekommen. Dies war die Geburtsstunde der Raiffeisenbanken. 1972 wurde der „Bundesverband der Deutschen Volksbanken u. Raiffeisenbanken e.V.“ (BVR) gegründet.

Nach diesem kleinen Geschichtsausflug wurden uns die genossenschaftlichen Merkmale erklärt. Diese sind der genossenschaftliche Förderauftrag, das Identitätsprinzip, das Demokratieprinzip, das Regionalprinzip und das Subsidiaritätsprinzip. Zum Abschluss des Vortrages wurde uns die Aufgabe der DZ Bank nähergebracht. Die DZ Bank unterstützt die Volks- und Raiffeisenbanken in allen ihren Fragen und ist somit der zentrale Ansprechpartner. Sie stellt zum Beispiel Produkte für den Vertrieb zur Verfügung. Zudem arbeitet die DZ Bank auch mit der Bausparkasse Schwäbisch Hall, der Versicherungsgesellschaft R+V und der Union Investment zusammen, um für die Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken die beste Betreuung zu gewährleisten. Außerdem betreut die DZ Bank Gewerbe- und Firmenkunden von anderen Banken, damit ermöglicht wird, auf die speziellen Bedürfnisse der Kunden noch besser einzugehen und sie optimal zu betreuen. Daher ist das Geschäftsvolumen im Firmenkundenbereich auch sehr groß.

Zum Abschluss des Tages wurde uns in der Skybar die Skyline von Frankfurt erläutert. Uns wurden die verschiedenen Hochhäuser und Bauwerke, welche man aus dem 50. Stock sehen konnte, gezeigt und interessante Fakten erzählt. Besonders interessant fanden wir, dass jedes Hochhaus einen Teil des Gebäudes für die Öffentlichkeit bereitstellen muss. Die DZ Bank zum Beispiel hat im Westend Tower eine Kunstausstellung, welche man kostenlos besuchen kann.

Der Ausflug nach Frankfurt war sehr gelungen und wir haben viel Neues und Interessantes erfahren. Unser Mr. Porky hat ebenfalls viel gelernt.

Mister Porky