Selbstmotivation – unterstützende Rahmenbedingungen

Wie macht man das eigentlich, sich selber zu motivieren? Natürlich gibt es Aufgaben und Tätigkeiten für die wir uns nicht oder nur ein wenig motivieren müssen, weil sie uns Spaß machen und ein gewisses Maß an Erfüllung bringen bzw. Sinn stiften.  Aber dann gibt es noch die Aufgaben, die uns eben nicht so leichtfallen und die wir gerne so lange wie es irgendwie geht, aufschieben. Fakt ist aber, dass auch diese Aufgaben grundsätzlich erledigt werden müssen. Jeder kennt solche Aufgaben, sei es z. B. die berühmte Steuererklärung oder das Lernen für Prüfungen.

Selbstmotivation hat nur zum Teil etwas mit Willenskraft zu tun. Willenskraft ist wie eine „Batterie“, die zunächst voll aufgeladen ist, aber irgendwann an „Power“ verliert und wieder neu aufgeladen werden will.

Was also macht eine nachhaltige Selbstmotivation tatsächlich aus?

Eine nachhaltige Selbstmotivation basiert auf der Veränderung unserer Verhaltensweisen. Es geht im Kern darum, weniger gute Verhaltensweisen, die uns von der Bewältigung ungeliebter Aufgaben abhalten, durch gute, zielführende Gewohnheiten zu ersetzten. Letztlich geht es in diesem Zusammenhang auch darum, seine Persönlichkeitsentwicklung voranzutreiben.

Was ist hilfreich, um gute Gewohnheiten nachhaltig zu erwerben?

Die Zeit, die uns für die Erledigung einer Aufgabe zur Verfügung steht, gilt es konsequent und effektiv zu nutzen. Hier spielt die Konzentrationsfähigkeit und die Fokussierung auf die Aufgabe eine wichtige Rolle. Nicht die Anzahl der Stunden, die ich lerne ist allein entscheidend, sondern die Effektivität des Lernens innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens. Konzentrations- und Entspannungsübungen sind in diesem Zusammenhang sehr hilfreich, aber auch ein gutes Zeitmanagement, welches unseren Biorhythmus berücksichtigt.

Wir sollten bei der Erledigung von ungeliebten Aufgaben für eine Umgebung sorgen, in der wir uns möglichst wohl fühlen. Alles, was uns ablenken könnte sollte von diesem Ort ferngehalten werden (z. B. das Handy, die Spielekonsole,  …..). Manchmal kann es auch sinnvoll sein den Standort zu wechseln, wenn wir „feststecken“. Warum zum Lernen nicht einmal in eine Bibliothek gehen, wenn man zuhause keinen Zugang zum Thema findet?

Die Ziele, die wir uns stecken, sollten realistisch sein, das heißt aus eigner Kraft erreichbar sein. Dabei spielen die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen (z. B. Zeit, Ausdauer,.….) eine wichtige Rolle. In einer Woche 20 kg abzunehmen ist unrealistisch!

Unser Erwartungsmanagement spielt ebenfalls eine entscheide Rolle. Permanent dem Grundsatz „schneller, höher, weiter“ zu folgen, ist auf Dauer „Gift“ für unsere Eigenmotivation. Das Erreichte zwischendurch immer wieder positiv zu bewerten und zu würdigen, wirkt wie eine „Ladestation“ für unsere Motivation.

Die Entwicklung und Beibehaltung guter Gewohnheiten erleichtert es uns, gute Ergebnisse zu erzielen. Eine gesunde Balance zwischen Ehrgeiz und Zufriedenheit tut ihr übriges!